Stillstart.

Stillen ist die natürlichste Art der Welt, sein Baby zu ernähren. Durch das erste Anlegen an die Brust gehst du nach dem Durchtrennen der Nabelschnur sofort wieder eine enge Verbindung mit deinem Baby ein.

Optimal für einen entspannteren Stillstart ist es, wenn das Baby innerhalb von dreißig Minuten nach der Geburt an die Brust gelegt wird. Spätestens nach zwei Stunden, denn nur so kann schnell das milchbildende Hormon „Prolaktin“ in den mütterlichen Kreislauf ausgeschüttet werden.

Außerdem ist es sehr empfehlenswert, das Baby unmittelbar nach der Geburt auf die nackte Brust der Mama zu legen. Der enge Hautkontakt, oder auch das „Bonding“ genannt, sorgt für eine bessere Hormonausschüttung und wirkt sich somit positiv auf die Milchbildung aus.  

Du hast auch vor dem Milcheinschuss genug Milch, um dein Neugeborenes zu ernähren. Die Produktion beginnt schon in der Schwangerschaft. Das Kolostrum, oder auch die „goldene Milch“ genannt, ist sofort nach der Geburt da und ausreichend. bis die reife Muttermilch einschießt.

Veraltete Regeln wie „das Baby exakt alle vier Stunden anlegen“, „erst rechts, dann links“, „maximal zehn Minuten“ bitte sofort wieder vergessen!

Dein Baby meldet sich, wenn es hungrig ist und es wird so lange trinken, bis vorerst alle Bedürfnisse gestillt sind. Dazu gehört nicht nur das „Hunger stillen“, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit und Schutz. Es kennt keine Rhythmen und es interessiert ich auch nicht für deine Tagespläne. Und vor allem möchte es dich nicht ärgern oder dir das Leben schwer machen.

Häufiges Stillen in den ersten Tagen ist ein absolut natürliches Phänomen. Stillen ist ein Lernprozess für Mutter und Kind und kann nur durch ständiges Wiederholen geübt und routiniert werden. Außerdem kann nur so die Milchbildung optimal angeregt werden.

 

Die Anlegetechnik sollte beim Stillstart besondere Beachtung finden. Lass am besten deine Nachsorgehebamme mal mit schauen, ob du dein Baby „richtig“ an die Brust legst. Der Mund des Babys darf nicht nur den Nippel an sich greifen, sondern so viel Brustwarze und Vorhof in den Mund nehmen wie möglich. „Falsches“ Anlegen kann zu schmerzhaft wunden Brustwarzen führen und auch eine falsche Haltung des Babys kann Unruhe und Anspannung während des Stillens verursachen.